Domain registrieren: Schritt fuer Schritt und worauf du achten musst
Eine Domain zu registrieren dauert keine zehn Minuten und kostet bei den gaengigen Endungen unter 20 Euro im Jahr. Trotzdem ist es eine Entscheidung, die du nur ungern wieder rueckgaengig machst: Deine Domain steht spaeter auf Visitenkarten, in E-Mail-Adressen und in Google. Wir bauen Webseiten zum Festpreis und betreiben sieben eigene Marken in Produktion, jede mit eigener Domain. Hier ist die ehrliche Anleitung, ohne Verkaufsdruck.
Schritt 1: Den richtigen Namen finden
Bevor du irgendwo etwas eintippst, ueberleg dir den Namen. Ein paar Faustregeln, die sich bewaehrt haben:
- Kurz und sprechbar. Wenn du den Namen am Telefon buchstabieren musst, ist er zu kompliziert.
- Keine Bindestriche und Zahlen, wenn es sich vermeiden laesst.
meine-firma-24.dewirkt weniger serioes alsmeinefirma.deund wird oft vertippt. - Umlaute meiden. Domains wie
müller.defunktionieren technisch, machen aber bei E-Mail-Adressen und im Ausland Probleme. Schreibmueller.de. - Markenrechte pruefen. Such den Namen vorab beim DPMA-Register und bei Google. Eine Domain zu registrieren, die eine fremde eingetragene Marke verletzt, kann teuer werden.
Schritt 2: Die passende Endung waehlen
Die Endung (Top-Level-Domain) ist wichtiger, als viele denken. Sie signalisiert, fuer wen deine Seite gedacht ist:
- .de ist fuer den deutschen Markt fast immer die erste Wahl. Sie wirkt vertraut und Nutzer tippen sie automatisch.
- .com nimmst du, wenn du international auftrittst oder ein Tech- bzw. SaaS-Produkt baust.
- .at und .ch ergeben Sinn, wenn Oesterreich oder die Schweiz Kernmaerkte sind.
- Neue Endungen wie
.io,.shopoder.studiokoennen passen, sind aber teilweise deutlich teurer und manchen Kunden unbekannt.
Unser Tipp: Sichere dir nach Moeglichkeit die .de und die .com deines Namens, auch wenn du erst eine davon nutzt. Das verhindert, dass jemand anderes die zweite Variante belegt. Zwei Domains kosten dich nur ein paar Euro mehr im Jahr.
Schritt 3: Einen serioesen Registrar waehlen
Registrieren kannst du eine Domain nur ueber einen Registrar, also einen Anbieter wie IONOS, Hetzner, Strato, INWX, Namecheap oder Cloudflare. Worauf du achten solltest:
- Du bist Inhaber, nicht der Anbieter. Pruefe, dass du als Domain-Inhaber (Owner-C) eingetragen wirst. Bei manchen Billig-Baukasten-Angeboten gehoert die Domain formal dem Anbieter, und du kommst nur schwer wieder raus.
- Transparente Preise. Der erste Jahr ist oft verguenstigt, danach gilt der reale Preis. Schau auf die Verlaengerungskosten, nicht nur auf das Lockangebot.
- Freier Zugriff auf die DNS-Einstellungen. Du musst A-, CNAME-, MX- und TXT-Eintraege selbst setzen koennen. Ohne das kannst du weder eine externe Webseite noch professionelle E-Mail anbinden.
- Einfacher Transfer. Ein guter Registrar gibt dir den Auth-Code (EPP-Code) jederzeit heraus, damit du die Domain bei Bedarf umziehen kannst.
Schritt 4: Registrieren und Daten korrekt angeben
Der eigentliche Vorgang ist einfach: Namen samt Endung in die Suche eingeben, Verfuegbarkeit pruefen, in den Warenkorb legen, Inhaberdaten ausfuellen, bezahlen. Wichtig dabei:
- Gib echte, vollstaendige Kontaktdaten an. Bei der
.deverlangt die Vergabestelle DENIC korrekte Angaben; falsche Daten koennen zur Kuendigung fuehren. - Aktiviere WHOIS-Schutz, falls angeboten, damit deine privaten Daten nicht oeffentlich abrufbar sind. Bei
.desind diese ohnehin nicht oeffentlich. - Schalte die automatische Verlaengerung ein. Eine vergessene Verlaengerung ist der haeufigste Grund, warum Firmen ploetzlich ihre Domain verlieren.
Schritt 5: DNS einrichten und verbinden
Die Registrierung allein zeigt noch keine Webseite. Damit unter deiner Domain etwas erscheint, musst du sie mit einem Webspace oder Server verbinden. Das passiert ueber die DNS-Eintraege:
- A-Record zeigt auf die IP-Adresse deines Servers.
- CNAME leitet eine Subdomain (etwa
www) weiter. - MX-Records regeln, wohin deine E-Mails gehen.
- TXT-Records brauchst du fuer SPF, DKIM und DMARC, damit deine Mails nicht im Spam landen.
Aenderungen am DNS koennen bis zu 48 Stunden brauchen, meist geht es deutlich schneller. Plane diese Wartezeit ein, statt nervoes neu zu laden.
Worauf du wirklich achten musst
Drei Punkte unterscheiden eine saubere Domain-Registrierung von einer, die dir spaeter Aerger macht:
- Eigentum behalten: Die Domain gehoert dir, nicht deiner Agentur. Lass sie auf deinen Namen oder deine Firma registrieren.
- Zugangsdaten sichern: Login zum Registrar und Auth-Code an einem sicheren Ort. Damit bist du jederzeit handlungsfaehig.
- Verlaengerung im Blick: Notiere das Ablaufdatum oder aktiviere Auto-Renew. Eine abgelaufene Domain kann von Dritten geschnappt werden.
Ehrlich gesagt brauchst du fuer eine einzelne Domain keine Hilfe von aussen, der Vorgang ist bewusst einfach gehalten. Sinnvoll wird Unterstuetzung erst, wenn mehrere Domains, professionelle E-Mail, SSL und eine richtige Webseite zusammenkommen sollen. Genau dort setzen wir an: Bei einem One-Pager oder einer Multi-Page-Seite kuemmern wir uns um Domain-Anbindung, DNS und Mail-Setup gleich mit, damit du nicht zwischen drei Anbietern jonglieren musst.